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纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家———僧格·额尔德尼

2018-02-01 09:50阅读:
纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家——僧格·额尔德尼
纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家———僧格·额尔德尼
僧格·额尔德尼(西里尔蒙文转写Сэнгийн Эрдэнэ1929年12月7日—2000年1月12日),蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家。布里亚特蒙古
1929年出生于肯特省宾得勒县
1943—1949年就读苏赫巴托军官学校。
1950年进入蒙古国国立大学学医,1955年毕业。
1971—1972年留学于莫斯科高尔基文学院高级班学习。
60
年代初弃医从文,到蒙古作家协会工作,先后担任《文学艺术报》主编、蒙古作家协会散文委员会和青年作家委员会主任、蒙古作家协会书记等职,为发展蒙古文学和培养青年作家做了许多工作。曾在《星火》刊物上专门开辟《火花》和《文学文艺报》上开辟《新朋友》专栏,为读者介绍青年作家。在晚年时,他在蒙古文化库工作,积极参与倡导保护与传承蒙古传统文化。
·额尔德尼于20世纪40年代末开始文学创作,他的作品体裁多样,包括诗歌、散文、中短篇小说、长篇小说、电影戏剧剧本以及杂文,几乎涵盖了所有文学体裁。
他是位多产的作家,在创作的50余年里,创作了200多篇短篇小说,20多篇杂文,20多部中篇小说,3部长篇小说,10多部电影戏剧剧本以及100多篇杂文。代表作品包括,诗歌《草原之行》(1956),《春之韵》(1957);短篇小说《温暖时光来临时》(1959),《洪古尔珠拉姑娘》(1961),《天涯在咫尺》(1963),《蹄下尘土》(1964),《小说集》(1966),《我的家乡,我的蒙古包》(1978)、《精选小说集》(1988);中篇小说《一年以后》(1959)、《雪下绿茵》(1970)、《甲子年》(1970)、《中篇小说三部曲》(1980)、《远处青山》(1981)、《色伦庙的没落》(1986)、《天子之灭》(1993)、《黑天鹅》(1997)、《与喀尔喀结缘的命运》(1999);长篇小说《生活的轨道》(1983)、《扎纳巴札勒》(1989)、《下辈子再见》(1993);电影文学《金色宫殿》、《戈壁眼睛》(1974)、《沙漠绿洲传说》(1975)、《享不了福的痛苦》(1982)、《蒙古三日》(1991)、《再见了恐龙圣地》(1998),其中《再见了恐龙圣地》荣获全国电影文学比赛一等奖;戏剧《着急》(1988)、《三个命运》(1990)等优秀作品。
纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家———僧格·额尔德尼
·额尔德尼是蒙古20世纪60年代以来中短篇小说写作方面卓有成就的作家,他的小说含蓄,耐咀嚼,富有厚重的历史感。这一切和他特殊的成长时代背景及生活经历有着密切联系。
1924年布里亚特部落的僧格一家四口迁居至喀尔喀蒙古的特省宾得勒县,1929年额尔德尼生。额尔德尼9岁时,父亲蒙受不白之冤被捕,这对额尔德尼来说无疑是个惨痛的打击,父亲被捕的阴影直到他晚年都挥之不去。他曾说,“自己的思乡病有可能与父亲被捕有关”。因此,其早年牧区的特殊生活、从医的经历为他提供了大量创作素材,为他日后成为作家奠定了坚实基础。
纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家———僧格·额尔德尼
·额尔德尼小说作品被翻译为俄语、德语、日语、汉语、英语、法语、捷克语、波兰语,匈牙利语等多国语言在国外出版。其中《呼兰与我》,《眼睛》,《流浪汉回归记》等作品在以阿拉伯语、英语、法语刊登亚非国家作家作品的刊物《莲花》中发表后,引起了亚非洲国家乃至欧美洲国家读者们的巨大反响。
纪念蒙古国著名作家、国家奖获得者、人民文学家———僧格·额尔德尼
1947年他发表处女诗《金色的燕子》,1954年在《星火》刊物上发表了第一部散文《风河人》,1956年出版第一部诗集《草原之行》,1957年出版了第二部诗集《春之韵》。此后他开始创作小说,其20世纪50年代末60年代初的作品有着明显的抒情韵味,形成了独特文风,同时将蒙古散文体小说推向了一个新的高度。
20世纪60年代是·额尔德尼小说的鼎盛期,《洪古尔珠拉姑娘》(1961)、《天涯在咫尺》(1963)、《蹄下尘土》(1964)、《小说》(1966)、《一年以后》(1959)等作品都创作于这个时期。
·额尔德尼1965年因创作《蹄下尘土》等作品荣获蒙古国家奖,1975、1980、1985年连续三届荣获“五年先进工作者” 勋章,1985年获蒙古国功勋文化工作者勋章,1989年获劳动红旗勋章,1995年,蒙古国总统彭·奥其尔巴授予额尔德尼“蒙古人民文学家”称号,1996年获苏赫巴托勋章等多项表彰。
《蹄下尘土》以富有表现力的文字描述了牧区妇女蔷茨尔,由于习惯势力和传统观念造成的软弱无力,由于她过分善良,敦厚老实,又轻信别人,她对即使伪装得并不巧妙的男人巴尔巴勒,也予以接待,希望从此改变自己的生活,有一个真正温暖的家,但是她的希望最终落空。草原上一些没有男人的家庭中的妇女,既要抚养孩子,又要独自支撑一个家,所以非常期盼身边有个男人来依靠,体贴,帮助。但她们往往被欺骗,被愚弄,人格和权益得不到尊重和保护,这种现象在蒙古牧区尤为严重,《蹄下尘土》小说便揭示了这种现象。
额尔德尼是位抒情小说作家,其小说创作以细节描写、心理描写见长。因此,蒙古文学界将额尔德尼誉为“心理小说大师”。
1960年代初,苏联著名蒙古学家L.K.格尔萨莫维奇(Л.К.Герасимович)曾评价“额尔德尼拓宽了蒙古小说创作,推动心理小说走向成熟。”《去往天堂的钥匙》(1960),《老头鸟》(1970),《老人们》(1979),《老人与石头》(1978)等作品中以其独特的心理描写展示了人性的方方面面,充分体现了额尔德尼心理描写的特色。
作品《老头鸟》的主人公是位老牧人,名叫扎布。他病重难治,不久于人世。小说写他临终前一天的内心活动和最后的心愿。小说向读者描述了一个乐观豁达的老人。他生性开朗,重视友情,与老友欢聚畅谈,以之为人生的一大乐趣。在走向生命尽头之前,还一定要和老朋友见上一面。他热爱生活而又无甚奢求,对拥有的家庭和财产知足常乐,大限将至也安之若素。不怨天尤人,不牢骚满腹,以开阔的心胸面对世界。
额尔德尼的小说涉及社会、历史、政治、道德、民俗,自然环境等众多题材,作品触及各种疑难问题,赞扬人人互爱精神,以歌颂蒙古人民革命、反映新时代给牧民生活带来的变化;描写蒙古民族的民俗风情,描述普通牧民,工人的生活等。
蒙古著名文学评论家达·曾德认为“色·额尔德尼作品几乎包含了所有题材”。中篇小说《色伦庙的没落》把普通人物的命运与蒙古二三十年代社会政治纷争,以及宗教兴衰等问题连在一起。色伦庙是社会的一角,它的兴衰是蒙古变迁的一部分。寺庙被拆,僧人被捕,是时代的一幕悲剧。一个虔诚的女信徒的不幸遭遇,正是在特定的社会,特定的历史条件下发生的。可怕的政治事件,使很多人蒙受不白之冤,甚至悲惨死去。牧区姑娘苔吉德玛与政治纷争毫无瓜葛,却因为对天堂的向往,对来世的企盼,和对出家僧人的迷恋,导致精神崩溃,结束了年轻的生命。小说《色伦庙的没落》有多层意义,其中包含作者对历史问题、对妇女命运的一些独特看法。在90年代之前,对宗教政策还没有重新评价的时候,作者通过对一个小寺庙兴衰的描写,提出自己的见解,十分难得。同样,一个善良的姑娘因爱上喇嘛,而陷入绝境的情节是在其他小说中也极为罕见。这个故事给人留下深刻印象,使读者进一步认识历史,认识蒙古特定时期的社会生活。
蒙古现代文学杰出代表额尔德尼的创作将蒙古文学推向新的阶段,使蒙古文学日趋成熟,从而也奠定了额尔德尼在蒙古文学中地位。


Leben und Werk des mongolischen Schriftstellers Sengijn Erdene




Sengijn Erdene (Сэнгийн Эрдэнэ) 1929-2000 ist einer der bedeutendsten mongolischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1929 in der Familie eines burjatischen Viehzüchters geboren, der wenige Jahre zuvor aus der Burjatischen ASSR in die Mongolei emigriert war. Dort erlebte Erdene als Kind die Schrecken der stalinistischen „Säuberung“, der auch sein Vater zum Opfer fiel.
Er studierte Medizin und arbeitete mehrere Jahre als Psychiater, bevor er sich ganz dem literarischen Schaffen widmete. Seine frühen Gedichte waren wenig spektakulär. Doch als er – noch ganz unter dem Eindruck seiner Arbeit mit psychisch kranken Menschen – anfing zu beschreiben, wie die Menschen seiner Zeit auf Probleme des mongolischen Alltags reagierten, hatte er sein Metier gefunden. In einer Zeit ideologischer Zwänge, die wenig Raum für Kreativität zuließen, begeisterte er die mongolischen Leser mit sensiblen, lebensnahen Geschichten, und bald umgab ihn der Nimbus eines „Meisters der psychologischen Novelle“.
Die humanistische Konzeption Erdenes beruht auf dem Ideal des kreativen, nach Selbstverwirklichung strebenden Menschen, der die bestehende Gesellschaft trotz ihrer Widersprüche bejaht. Viele seiner Erzählungen und Romane haben einen autobiografischen Hintergrund. Immer wieder führt er den Leser in die malerische Landschaft seines Heimattals im Chentij-Gebirge, wo er die ersten glücklichen Jahre seiner Kindheit verbrachte, wo er als Sechsjähriger die – allerdings bald wieder abgebrochene – Laufbahn eines Lamas einschlug, wo er mit seinen Freunden in dem verfallenden Serüün-Tempel spielte und wo er Abschied nehmen musste von seinem Vater Senge, der als „Konterrevolutionär“ hingerichtet wurde. Diese traumatisch überschatteten Bilder seiner Kindheit verfolgten ihn sein Leben lang.
Das Thema der Massenexekutionen von Lamas und Angehörigen der burjatischen Minderheit war in der Mongolischen Volksrepublik lange Zeit tabu. Ebenso wenig wurde geduldet, gesellschaftliche Widersprüche und Missstände zu literarisieren. Nur wenige Mongolen, integre Persönlichkeiten wie Erdene, wagten es, sich diesen heiklen Themen vorsichtig zu nähern („Das Ende des Serüün-Tempels“, Erzählung, 1980; „Der Lebenskreis“, Roman, 1983). Erst unter dem Einfluss der sowjetische Glasnost-Bewegung kommt es in der MVR in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zu einer breiten Auseinandersetzung mit den fünf Jahrzehnte lang totgeschwiegenen Verbrechen. Erdene schreibt seinen Roman „Wir treffen uns wieder in unserem nächsten Leben“ (1993), dem er den Untertitel “Eine Tragödie“ gibt. In dem Essay „Schwarze Schwäne“ (1997) schreibt er wohl zum ersten Mal ohne künstlerische Verfremdung und voller Trauer von den Ereignissen um das Jahr 1937 und die Ermordung seines Vaters – ein ergreifender Bericht über das Schicksal einer burjatischen Familie und eine seiner letzten Veröffentlichungen vor seinem Tode 2000.


Erdenes Erzählungen, Romane und Essays wurden in viele Sprachen übersetzt und zum Teil verfilmt. In deutscher Sprache erschien der Band „Sonnenkraniche“ (Erzählungen; Verlag Volk und Welt, 1979). Diesem wurde die Erzählung „Die Frau des Jägers“ entnommen, die jetzt in einer überarbeiteten Fassung vorgestellt wird. „Das Ende des Serüün-Tempels“ erschien 2009 zum ersten Mal in deutscher Sprache.


„Die Frau des Jägers“ (Анчны гэргий, 1971):
Scharaa will sich nicht länger mit dem einsamen Leben abfinden, zu dem der Beruf ihres Mannes, eines tüchtigen und geachteten Jägers, sie zwingt. Ihr Schwiegervater, hat ihr von seiner großen Liebe erzählt, von Dshenemee, einem Mädchen aus dem Stamm der Rentiernomaden, einer Fremden, die von den Mongolen der Steppe gemieden wird. Um den Mann, den sie liebt, nicht unglücklich zu machen, verlässt sie ihn und gibt sich einem Schamanen hin. Nur dadurch, glaubt sie, könne sie die rachsüchtigen Geister ihrer Heimat versöhnen.
Scharaa Als moderne junge Frau will lebt bereits in einer anderen Zeit. Um Togtoch ihre Liebe zu beweisen und ihrem Leben einen Sinn zu geben, will sie ihm und sich ermöglichen, in einer Gemeinschaft mit anderen Jägerfamilien zu leben. Von dieser Idee beflügelt, reitet sie ins Dorf. Doch enttäuscht muss sie feststellen, dass sie gegenüber der in ihrer Genossenschaft herrschende Engstirnigkeit und Lethargie machtlos ist. Bleiben ihr wirklich nur die Liebe ihres Mannes und die Sehnsucht nach einem Kind?
„Das Ende des Serüün-Tempels“ (Сэрүүн дуганы мөхөл, 1980):
Es ist das Jahr 1937, der Höhepunkt einer staatlich veranlassten antireligiösen Kampagne nach dem Muster der stalinistischen 'Säuberung' in der Sowjetunion. Klöster werden zerstört, Zehntausende lamaistischer Mönche umgebracht. Auch der kleine Serüün-Tempel in einem Tal des Chentij-Gebirges verwaist. Die traumatisierten Menschen aus der Umgebung, die vor wenigen Jahren voller Enthusiasmus mitgeholfen hatten, ihn zu bauen, sträuben sich jetzt, aus den nutzlos gewordenen Balken eine Schule für ihre Kinder zu errichten. Der junge Prior des Tempels wurde verhaftet, und das Mädchen Dedshidmaa folgt ihm in den Tod, hoffend, ihre heimlichen Geliebten im mythologischen Lande Schambala wiederzufinden ...
Anhand authentischer Schicksale gewährt Erdene Einblick in eine Zeit krasser gesellschaftlicher Widersprüche. Doch beruht die Bedeutung dieser Erzählung nicht allein auf ihrem Realismusgehalt. In der Zeit ihrer Entstehung war das Thema der Massenexekutionen von Lamas und Angehörigen der burjatischen Minderheit in der Mongolischen Volksrepublik noch absolut tabu. „Das Ende des Serüün-Tempels“ war einer der ersten Versuche, den Bann zu brechen und das heikle Thema zu berühren. Unter dem Druck seiner persönlichen Erinnerungen wagte er es, gegen das Vergessen zu schreiben, auch wenn er sich vorerst noch auf Andeutungen beschränken musste.


(Renate Bauwe)

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